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Tourenforum - kaernten.bergrettung.at • Thema anzeigen - Großglockner 3798 m über Lammerweg, SA 21.05.2011

Großglockner 3798 m über Lammerweg, SA 21.05.2011

Bergtouren ohne Seilgebrauch, inkl. Klettersteige

Moderator: alpendohle

Großglockner 3798 m über Lammerweg, SA 21.05.2011

Beitragvon atktkl2416 » Mo 23. Mai 2011, 13:46

Den vermeintlichen Weltuntergang (judgement day) wollte ich am höchsten Punkt Österreichs verbringen. Auf Grund der schlechten Wettervorhersage startete ich schon um 4:15 Uhr auf der Franz-Josefs-Höhe, stolperte im Mondschein zur Pasterze hinunter, über den Anfang des Hofmann-Weges und den unteren Schneefeldern des Glocknerkamps, um den anbrechenden Tag am Fuße des eher selten begangenen Lammerweges zu begrüßen.
Beginn des Lammerweges (rechte Seite, Glocknerkamp)
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Der Lammerweg entpuppte sich als ein angenehm sanft ansteigender Grat mit leichter Block-Kletterei und atemberaubenden Ausblicken Richtung Glocknerkees.
Nach Sonnenaufgang im unteren Drittel des Grates
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Blick zum Meletzkigrat (Glocknerkarkamp)
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Herrlicher Ausblick zum Glocknerkees mit der Glocknerwand
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Das Glocknerkees und das Biwak am mittleren der drei Felssporne
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Spannend wurde es erst im letzten Felsaufschwung, den man aber leicht ostseitig über das Lammereis umgehen kann. Der Durchstieg ist aber für einen geübten Kletterer kein großes Problem, ich schätze etwa III bis III+.
Rückblick auf den gesamten Lammerweg vom obersten Felsaufschwung
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Im obersten Felsaufschwung kurz vor dem Ausstieg
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Re: Großglockner 3798 m über Lammerweg, SA 21.05.2011

Beitragvon atktkl2416 » Mo 23. Mai 2011, 13:50

Leider trübte die Sicht immer mehr ein, sodass ich nach der Besteigung des Lammerweges den Aufstieg über das Kleinglocknerkees im dichten Nebel fortsetzen musste. Erst unter dem Eisleitl riss der Nebel für kurze Zeit auf.
Eisleitl
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Die Verhältnisse waren optimal, es gab besten Trittschnee ohne Vereisung.
Aufstieg zum Kleinglockner oberhalb des Eisleitls
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Bis auf die schlechte Sicht am Gipfel war es diesmal ein besonderes Erlebnis: Den Großglocknergipfel ganz für mich allein, sowohl im Aufstieg als auch im Abstieg.
Gipfelkreuz
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Der Abstieg führte mich über den Meletzkigrat, der im Vergleich zum Lammerweg mehrere Kletterstellen aufweist, wobei das Abklettern immer unangenehmer ist als das Raufklettern.
Tiefblick über Lammerweg zur Pasterze
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Das Wetter hielt sich viel besser als prognostiziert, bis auf ein paar Graupeln gab es keinen Niederschlag und weit und breit keine Wolkentürme. Trotzdem beeilte ich mich und erreichte wie geplant kurz vor Mittag wieder die Pasterze.
Frühstücksplatzl mit Meletzkigrat und obere Hälfte des Lammerweges
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Johannisberg und untere Hälfte des Lammerweges
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Blick von der Pasterze zum Glocknerkamp (rechts) und Meletzkigrat
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Es wartete nur mehr der heißgeliebte Gegenanstieg zur Fanz-Josefs-Höhe, aber ohne diesen wäre die ganze Tour um ganze 600 Höhenmeter niedriger, so sind es insgesamt genau 2000 Höhenmeter.
Franz-Josefs-Höhe
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Mein Resumee: Der Lammerweg ist eine interessante Variante zur Besteigung des Großglockners mit relativ leichter Gratkletterei, leichter jedenfalls als der Meletzkigrat. Erst der letzte Teil des Grates ist schwieriger, kann aber leicht umgangen werden. Die Verhältnisse am Kleinglocknerkees sind das einzige Kriterium für Einzelgänger, derzeit sind keine Spalten erkennbar.
Berg Heil
Martin
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Re: Großglockner 3798 m über Lammerweg, SA 21.05.2011

Beitragvon sktv » Mo 23. Mai 2011, 15:00

Hallo Martin
Den vermeintlichen Weltuntergang wollte ich am höchsten Punkt Österreichs verbringen.

Ach scheisse - so a Pech oba a - da suchst extra so an wunderschönen Gipfel auf und nocha geht sie net unter - die Welt.
Schöne starke Tour - steht heuer auch auf meiner Liste (nachdem sich meine Hügelwanderungen dem Ende zu neigen)
aber ich werd's ohne Weltuntergang und nicht allein tun.
LG Hans
sktv
 
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Re: Großglockner 3798 m über Lammerweg, SA 21.05.2011

Beitragvon tauernfuchs » Di 25. Mär 2014, 23:10

Da schau her, noch jemand der den Lammerweg gegangen ist! Je länger ich hier im Forum stöbere, desto mehr entdecke ich, dass du - gleich wie ich - auch diese Routen abseits des mainstreams suchst.
Auch ich bin oben rechts raus gestiegen, ich glaube das letzte Stück ist dann ja mit dem Austieg aus dem Smaragdpfeiler identisch. Fast würde ich sagen, wer übers Lammereis ausweicht ist selbst schuld und verpaßt die beste Stelle.
Ich war einem wunderbaren Tag oben und zuletzt waren am Leitl allein etwa dreissig Leute beschäftigt. So hab ich leichtherzig auf der Schulter über der Adlersruhe auf den Gipfel verzichtet, denn ich wollte nach dieser wilden Einsamkeit einfach von dem Trubel nichts wissen. Ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass ich ohnehin schon so oft am Glockner war und stieg - gleich wie du - über den Meletzkigrat ab. Diesen hab ich auch fast interessanter gefunden.
Der eindeutig beste Glockneranstieg ist für mich aber der NO-Grat (neben der Palla), eine traumhafte Kletterei!
Noch immer am Programm habe ich den Südpfeiler, aber da ist der Einstieg so problematisch, vom Steinschlag her.
Einmal wirds wohl passen...

LG Manfred :)
tauernfuchs
 
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Glocknergruppe, Kärnten

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