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Tourenforum - kaernten.bergrettung.at • Thema anzeigen - Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Klettern in Fels, Eis und Halle

Moderatoren: alpendohle, Stefan P.

Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon Go-Vertical » Do 17. Jun 2010, 17:59

Wiedereinmal nutzten Julia und ich das schöne Wetter aus und kammen somit zu einem wirklichen Klettergenuss. Diese Tour ist sehr empfehlenswert. Durch die etwas längeren Hackenabstände ist es für etwas kopfschwächere empfehlenswert ein Sortiment Friends mitzunehmen. Viel Spass!!!

Berg Heil Julia & Simon



Bilder unter http://www.go-vertical.at/blogger/?p=1154
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon Stefan P. » Fr 18. Jun 2010, 08:54

Wird mit hoher Wahrscheinlichkeit meine nächste Tour am Plöcken ;)
Seids ihr die letzten 3 Seillängen nicht mehr gegangen?

LG Stefan
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon Go-Vertical » Mi 23. Jun 2010, 19:05

Stefan P. hat geschrieben:Wird mit hoher Wahrscheinlichkeit meine nächste Tour am Plöcken ;)
Seids ihr die letzten 3 Seillängen nicht mehr gegangen?

LG Stefan


Nein die haben wir ausgelassen wollte meine Freundin bei der ersten mehrseillängen Tour nicht verheizen.
Sind schon ein bisl anspruchsvoller die oberen Längen.
Lg Simon
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon supanzm » Do 26. Mai 2011, 14:13

Hallo Zusammen,

letztes Wochenende haben wir uns entschlossen ebenfalls diese Tour anzugehen. Da wir aber wohl mit etwas falschen Erwartungen in die Tour gegangen sind möchte ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht für die Nachwelt hinterlassen.
Unsere Informationen hatten wir einerseits aus der Homepage von go-vertical sowie auch von dessen Blog und natürlich dem Forum hier. Da wir alle noch nicht so viel Erfahrungen mit dem Anbringen von mobilen Zwischensicherungen hatten, uns aber auch nicht gerade zu den "kopfschwächeren" Personen zählten, glaubten wir eine passende Tour gefunden zu haben, die auch vom Schwierigkeitsgrad her nicht überfordern sollte - hatten aber glücklicherweise trotzdem ein Sortiment Keile und Friends dabei.

Um 6:00 Uhr waren wir am Parkplatz und folgten gemäß der Topo dem Zustieg. Kurz vor 08:00 Uhr standen wir auch bereits vor der Südwand im Geröllfeld und waren erstmal ein wenig verunsichert, wo genau der Routenbeginn lag. Zum einen war da noch ein kleineres Schneefeld, das den Wanderweg verdeckt hatte zum anderen fehlte uns die Information, dass man dem versicherten Steig ein paar Minuten folgen musste um dann den ersten Bohr-Haken (doch ein paar Meter vom Weg entfernt) anhand des Bildes in der Topo zu finden. Wir bildeten also 2 Seilschaften (3 und 2 Personen) und legten los.

Die Absicherung schien zunächst wie beschrieben zu sein - größere Hakenabstände, aber immer wieder gute Möglichkeiten, mal einen Friend, Klemmkeil oder ne Bandschlinge anzubringen.. Auch der Routenverlauf war ganz gut erkennbar. Was allerdings gar nicht mit Beschreibung übereinstimmte, das war die Gesteinsqualität. Als mir bereits in der 1. Seillänge ein geschätzter 80kg Gesteinsbrocken entgegenkam (ein offenbar massiver Brocken, den die 1. Seilschaft als Griff verwendet hatte) mahnte uns das schon zur Vorsicht. Immer wieder, besonders nach der 4. Seillänge, kam man sich vor wie im Schützengraben. Dass das jetzt aber nicht nur durch unvorsichtiges Bewegen hervorgerufen wurde bestätigte vor allem der Umstand, dass alleine das Seil der Nachsteiger beim Nachsichern bereits massiven "Felsschlag" auslösen konnte. Da war wirklich alles dabei, vom kleinen Steinchen bis hin zu fussballgroßen Brocken. Ich finde, wir hatten da richtig Glück, dass wir weitgehend unverletzt nach der 7. Seillänge aus der Route aussteigen konnten. Darüberhinaus war natürlich auch das Vertrauen in die selbstgelegten Zwischensicherungen auf Grund der Gesteinsqualität nicht besonders hoch.

In der 5. Seillänge stellte ich mir die Frage, wie man sowas in das Forum posten kann: "Durch die etwas längeren Hackenabstände ist es für etwas kopfschwächere empfehlenswert ein Sortiment Friends mitzunehmen" Ich meine, wenn auf einer SL von 45m gerade mal 3 Bohrhaken zu finden sind, dann müsste man ja schon als Kopfschwach gelten, wenn man keine Free-Solo Begehungen macht. Also bitte, denkt keinesfalls daran, diese Route ohne mobile Zwischensicherungen anzugehen - das ist schlichtweg gefährlich!!

Nach der ersten Zwischensicherung in der 6.SL gibt es linkerhand einen älteren geschlagenen Hacken, der den Vorsteiger der 1. Seilschaft in die Irre geleitet hatte (Der alte Haken muss unbedingt links liegen gelassen werden und darf nicht vewendet werden) Durch den leichteren Schwierigkeitsgrad sind hier auch sehr wenig Bohrhaken angebracht und der eigentliche Routenverlauf, der ein wenig rechts haltend durch den Kamin führt war nicht leicht ersichtlich. Am Ende dieser Seillänge gab es nochmal ordentlich Geröll, das da immer wieder direkt auf den darunterliegenden Stand schoss, wenn man das Seil bewegte. Die erste Seilschaft musste hier auch ihr Seil zurücklassen, da es sich beim Abseilen aus dem falschen Routenverlauf verklemmt hatte - dies hatten wir nächsten Tag dann auch der Bergrettung gemeldet.

Am Ende der 7. Seillänge befindet sich nur 1 Bohrhaken, zumindest hatte ich danach keine mehr gesehen. Das "Geh-Gelände" bis zum Wanderweg - vom Bohrhaken ca. 20m senkrecht nach oben und danach 30m nach rechts weg erfordert jedoch nochmal sehr viel Trittsicherheit - ich würde das mit dem 2. Grad bewerten. Danach befindet man sich auf dem Markierten und teilweise versicherten Wanderweg 171 der einen schnell und sicher wieder nach unten bringt.

Resümee:
-- Natürlich kann es jetzt auch an der Jahreszeit liegen, aber von Gesteinsqualität "+++" hab ich nichts gemerkt.
-- Sortiment Friends und Keile sind für alle, die nicht an Free Solo Begehungen interessiert sind, pflicht.
-- Wegen des Steinschlages kann ich keine Empfehlung aussprechen - es war schlichtweg gefährlich.
-- Die Schwierigkeitsbewertung "5c" finde ich angemessen - Klettertechnisch waren keine besonderen Überraschungen dabei, man sollte den Grad aber schon sicher beherrschen...

LG, Martin
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon bergflo » Mo 30. Mai 2011, 08:38

Tolle Fotos - laden richtig zu einer Wiederholung ein.
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon Go-Vertical » Do 2. Jun 2011, 07:13

Lieber Martin

Nachdem diese Tour ja kein Sportkletter-Mehrseillängen Klassiker ist,ist es normal das man hier besonders nach der Winterperiode lose Steine vorfindet. Wenn man den vorgegebenen Schwierigkeitsgrat im "alpinen Gelände" beherrscht sind genügend Bohrhaken vorhanden um eine vernünftige Absicherung beim Klettern zu erhalten. Ausserdem lassen sich hier auch genügend Zwischensicherungen mit mobilen Sicherungsmitteln schaffen wenn man das nötige Auge und die Erfahrung hat. Man muss natürlich im alpinen Gelände ein bisschen Erfahrung wie auch ein Auge haben um gewisse Sicherungspunkte zu finden und zu sehen. Wenn es einen gelingt sich in einer Bohrhaken Route (Abstände von ca. 5m) zu verirren und in eine Alpin-Tour mit Normalhaken abzuzweigen(wo sich auch noch das Seil verhängt) muss man sich fragen ob man lt. seiner alpinen Erfahrung hier wohl richtig ist. Meiner Meinung ist diese Tour eine wunderschöne Plasier-Kletterei die, wenn man ein wenig Erfahrung hat locker ohne mobile Sicherungsmittel Kletterbar ist. Die Felsqualität hat zwar nicht vier Sterne ist aber trotzdem gut wenn man in der richtigen Route ist. Der Ausstieg ist Wanderweg Format, wenn man hier noch Bohrhacken anbringen müsste sind wir glaube ich am wirklich falschen Weg. Mir ist heute am Morgen fast mein Frühstückskaffe bei solchen Statements heraufgekommen.
Ich gebe dir gerne fürs nächste mal einen Tourentipp: Die Spigiólo di Infanti am Pass ist sicherlich eine Route für euch über 1000 Begehungen im Jahr und Hackenabstände von ca. 1,5-2m.
Zum Abschluss noch ein kurze Frage, wie kannst du eigentlich Beiträge ins Forum stellen? Oder bist du auch einer von uns?

Lg Grüsse aus der Karnischen Region Simon
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon alpendohle » Mi 22. Jun 2011, 19:10

Go-Vertical hat geschrieben:Zum Abschluss noch ein kurze Frage, wie kannst du eigentlich Beiträge ins Forum stellen?


Dieses Forum steht jedermann offen und ich freue mich sehr darüber, dass die Bekanntheit inzwischen weit über die Bergrettung hinausreicht und auch Beiträge von verschiedensten Leuten hereingestellt werden - daher auch explizit "Danke" an supanzm!

Bitte behaltet im Kopf dass _alle_ Bewertungen natürlich subjektiv sind, und die Verhältnisse bei Touren höchst unterschiedlich sein können, und daher viele verschiedene Sichtweisen hier im Forum zusammenkommen.

LG
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon thecat » Di 28. Jun 2011, 12:13

ich weiß nicht, ob ich hier posten darf, ob es so etwas wie Meinungsfreiheit gibt, sollte dem nicht so sein, bitte ich meinen Beitrag zu stornieren.

@go-vertical
wirklich toll, wie du hier Beiträge sachlich diskutierst ! dass man im alpinen gelände mit anderen Gegebenheiten konfrontiert ist als im Klettergarten entspricht den Tatsachen und ist auch nachvollziehbar, aber das kann man wohl anders ausdrücken ! ich frage mich ob du nicht vielleicht ein Kommunikationsseminar absolvieren solltest ?? oder vielleicht doch nicht

lg
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon Go-Vertical » Di 28. Jun 2011, 21:04

Es ist klar das sich jeder Bergsteiger eine andere Meinung zu den verschiedenen Touren bildet und jede Meinung subjektiv ist.
Nur wenn man diese Tour kennt weiss man das diese Route wirklich schön ist und man sie auch ohne mobile Sicherungsmittel frei klettern kann und dies nicht nur wenn man ein Mann des zehnten Grades ist. Ich versuche immer in den gewissen Foren meine Berichte einzustellen um für die Karnische Region ein bisschen Werbung zu machen. Nur eines finde ich dann nicht ok, wenn man einen anderen Bericht kritisiert und man dann auch noch schreibt " Wie kann man so eine Tour überhaupt ins Forum stellen"!! Das finde ich nicht gerechtfertigt den damit verunsichert bzw. bringt man andere Bergsteiger davon ab diese Tour zu wiederholen. Ich glaube auch (und nicht nur ich) das diese Tour zum Wiederholen einlädt. In dieser Tour kann man sich praktisch nicht verirren, man braucht hier nicht einmal ein Topo. Es gibt hier Hakenabstände die sich im Bereich von 5 Metern bewegen und im leichteren Gelände, wo sich die Abstände vergrössern klettert man durch eine Rinne, wo man wirklich nicht mehr auskommt. Meiner Meinung nach sollte sich jeder Alpinist bewusst sein welche Ziele er sich setzt. Diese Tour kann man auch nicht ansatzweise mit einem Klettergarten vergleichen bzw. mit einer Sportkletter-Mehrseillängentour, deshalb sollte man bei diesen Unternehmungen sein Eigenkönnen schon einschätzen können. Das ist aber leider das grosse Problem unserer Gesellschaft das jeder den maximalen Fun will und wenn etwas schief geht schiebt man die Schuld am besten auf andere. Deshalb meine Empfehlung zuerst die Schuld bei sich selber suchen und danach ein Kommunikationsseminar besuchen. Damit ist diese Diskussion für mich beendet, da ich meine Freizeit lieber ins Bergsteigen investiere.

Berg Heil SImon
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Re: Kollin direkte Südwand-5c-Plöckenpass-Karnische

Beitragvon alpendohle » Di 28. Jun 2011, 21:37

Lieber "thecat", selbstverständlich darfst du hier dazu posten, und hier wird die Meinungsfreiheit auch hoch gehalten und keinesfalls werden Beiträge gelöscht, sofern die Gesetze dieses Landes eingehalten werden.

(Es soll ja auch Bergforen im Internet geben, wo nach Gutdünken gelöscht und umgeschrieben wird... :-)) Die Meinungsfreiheit endet bei persönlicher Beleidigung/Beschimpfung, übler Nachrede, Verleumdung (=Bezichtigung einer Straftat, unrichtigerweise), Verhetzung, und verbotener Themen (eh schon wissen...). Als zusätzliche Einschränkung würde ich noch hinzufügen, Kraftausdrücke und Schimpfwörter dürfen nicht verwendet werden, weil das ein schlechtes Bild für das Forum abgibt (steht da doch in den Suchmaschinen usw).


Aber ich möchte auch Go-Vertical für das Beschreiben der Tour danken. Selbstverständlich gehören solche Touren hier herein.


Ich glaube, es kann nie schaden, wenn man ein bisschen auf Nummer sicher geht - in zweierlei Hinsicht:
* Einerseits bei der Mitnahme mobiler Sicherungsmittel; auch wenn im Führer dick und fett steht, die Tour ist super abgesichert, es kann was ausgebrochen sein, es kann sein dass man jemandem helfen muss, zB auch einer anderen Seilschaft, es kann sein dass der Führerautor einen extrem guten Tag hat und man selber einen total schlechten Tag, usw usf). - alpin, bei unbekannten Touren nehme ich immer was mit!
* Beim Beschreiben der Tour sollte man natürlich auch auf Nummer sicher gehen und in Betracht ziehen, dass nicht jeder so gern 15m Run-out bei 5c im Kalk hat oder so ähnlich hat - uff :-)

LG
E.
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